Illustration: Noah Ibrahim
12. Dezember 2019

Amal, Berlin! gibt es jetzt auch offline

wir sind eine Nachrichtenplattform, aber nebenbei sind wir auch ein Diskussionsforum zu allen Themen, die in Berlin und für die Neuangekommenen wichtig sind. Da wir unsere Berichte auch über Facebook verbreiten, stehen wir im direken Austausch mit unseren Leserinnen und Lesern und es gibt viel zu besprechen! Heute wollen wir nun ein neues Format probieren: Wir verlagern die Diskussionen aus dem Netz in die richtige Welt und laden unsere Leserinnen und Leser zu unserem ersten Salon Amal, Berlin! ein. Wir wollen analog, persönlich und ganz gemütlich diskutieren, Ideen austauschen und uns ein bisschen besser kennenlernen. Das ist die Idee hinter dem Salon Amal, Berlin!. Als Thema haben wir eines gewählt, das viele neuangekommene Familien beschäftigt. Die Überschrift lautet:

Ist die arabische Sprache in Gefahr? Verlernen unsere Kinder ihre Sprache?

Viele der neuangekommen Familien legen großen Wert darauf, dass ihre Kinder schnell und gut Deutsch lernen. In vielen Fällen hat das gut geklappt. Allerdings ist dabei die Muttersprache auf der Strecke geblieben. Viele Kinder sprechen zwar noch ordentlich Arabisch, können sich aber schriftlich nicht gut ausdrücken. Eltern klagen darüber, dass ihre Kinder die Sprachen mixen, so wie unsere Karrikatur es zeigt. Die Mutter fragt, warum der Junge nicht wie ausgemacht, einkaufen gegangen ist und er antwortet auf Arabischdeutsch, dass er den Einkaufszettel nicht lesen konnte. Was kann man tun? An einigen Schulen in Berlin wird Arabisch als muttersprachlicher Unterricht angeboten und der Senat hat den Ausbau dieses Angebots auf der to do-Liste, doch bislang gehen viele Kinder leer aus. Manche Eltern schicken ihre Kinder daher in private Nachmittagsschulen. Doch: Was wissen wir über diese Schulen? und überhaupt: Wie motiviert man Kinder, am Samstag dorthin zu gehen? Das alles sind Themen, die viele arabische Eltern in Berlin bewegen und wir wollen darüber heute Abend reden. Hier geht es zum Event auf Facebook mit allen Details.

Wir laden Sie und Euch herzlich ein zum ersten “Amal, Berlin!-Salon für Soziales und Kultur” am Mittwoch, 11. Dezember in der Werkstatt der Kulturen in Berlin. Die Veranstaltung findet auf Arabisch statt.

 

Video von Walaa Ismael

Menschenrechte – Unser Kommentar zum
10. Dezember

Es sind zwei Jahrestage in einer Woche: Am Dienstag wurde weltweit der Tag der Menschenrechte begangen und am Samstag jährt sich zum dritten Mal die erste Abschiebung per Sammelflug nach Afghanistan. Diese Themen haben viel miteinander zu tun, so unsere Kollegin Nilab Langar. Amal, Hamburg!, das Hamburger Abendblatt und die Körber-Stiftung haben sich zusammengetan und veröffentlichten gemeinsam ihren Kommentar, so dass er ein möglichst breites Publikum erreicht. Hier geht es zu ihrem Text auf Deutsch. 

Frauenrechte – Was bedeutet eigentlich Jungfräulichkeit?


Das Thema Sex, Selbstbestimmung der Frau und alles, was mit Geschlechtsverkehr vor der Ehe zu tun hat, sind in der arabischen Community heiß diskutiert. Samer Masouh hat mit der Gynäkologin und Psychologin Najat Abdul Samad gesprochen. Sie ist sehr bekannt. Für die einen ist sie eine Tabubrecherin für die anderen steht sie für Aufklärung und das Recht der Frau auf sexuelle Selbstbestimmung. Hier geht es zum Text auf Arabisch.

 

Amal, Berlin! berichtet auf Arabisch und Farsi/Dari über alles, was in Berlin wichtig ist. Gerne übersetzen wir einzelne Artikel auch ins Deutsche und stellen sie Redaktionen gegen Honorar zur Verfügung.

Bitte wenden Sie sich per Mail an:
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Karrikatur: Nouh Ibrahim