Was sehen Sie auf dem Bild oben? Nicht viel. Genau. Bei der Berichterstattung über den gezielten Anschlag auf die Stromversorgung im Süden von Berlin, stehen Reporter:innen vor dem Dilemma, dass sie etwas zeigen müssen, was nicht da ist. Fehlendes Licht ist am augenscheinlichsten im Dunkeln. Aber dann sieht man eben noch weniger auf den Fotos. (Siehe oben). Dafür ist die Diskussion, die sind in der Redaktion und unter unseren ukrainischen Leser:innen über die Krise entwickelt hat, umso spannender: „Mein Gott, warum machen sie es nicht einfach wie bei uns, wenn die Russen unsere Stromversorgung mal wieder zerstört haben: Erst Notkabel werfen und dann reparieren, satt gleich alles gründlich zu machen und die Leute frieren“, so eine Leserin. „Gut, dass das THW jetzt im Einsatz ist. Die haben ja in der Ukraine geholfen und genug Erfahrung!“, so eine andere. Unsere Redakteurinnen haben ausführlich über die Hintergründe des Anschlags, das Bekennerschreiben der „Vukan-Gruppe“ und die Ermittlungen der Polizei berichtet. Viele Leser:innen vermuten dennoch, dass es sich um einen Akt russischer Sabotage handelt. „Ich bin mir zu 💯 Prozent sicher, dass Russland beteiligt ist. Natürlich nicht direkt“, so einer der vielen Kommentare in dieser Richtung auf Instagram. Fakten in den FeedLokaljournalismus à la Amal ist eben nicht nur Berichterstattung, sondern zugleich Austausch und Diskussionsforum. Auch auf Social Media ist Amal aber etwas besonderes. Für viele sind unsere Instagram- und Facebook-Kanäle einige der wenigen Orte in ihrem Alltag, wo es nicht nur um Meinung und Spekulation geht, sondern professionelle Nachrichten und sorgfältig recherchierte Informationen in ihren Feed einfließen. Damit wir die Leute erreichen, versuchen wir mit immer neuen Formaten unsere Inhalte attraktiv zu verpacken. Beliebt ist die direkte, persönliche Ansprache. Seit einem Jahr ist Leila Mahmoudi bei uns und versorgt die persische Community mit relevanten Informationen. Ihr ist es gelungen, die ansonsten schwer erreichbaren afghanischen Frauen für Amal zu begeistern. In einem ihrer letzten Videos geht es um Handynutzung bei Kindern. |