Amloud Alamir

Würden Sie auch am liebsten gleich wieder ins Bett gehen?

hatten Sie heute Morgen auch das Gefühl, dass sie angesichts der Ereignisse der letzten Tage am liebsten wieder ins Bett gehen wollen? Konfrontation nach der Wahl in den USA, CORONA und dann auch noch die Angst vor einer neuen Welle des islamistischen Terrors in Europa.
Auch in der Redaktion von Amal, inzwischen wieder im Homeoffice, macht sich Sorge breit. Schließlich stecken wir mitten drin im Nachrichtengeschehen. Uns beschäftigt, was Berlin beschäftigt – auch, wenn wir in manchen Fällen einen etwas anderen Blickwinkel haben. Typisch Amal, eben!

Wer einen Menschen tötet, der tötet die ganze Welt

Der Terror meldet sich zurück: Nach Monaten, in denen Europa weitgehend von islamistisch motivierten Terrorattacken verschont geblieben ist, ist das Thema Radikalisierung, IS und Gewalt nach den Anschlägen von Nizza und Wien wieder ganz oben in der Nachrichtenspalte. Für Muslime in Deutschland bedeutet das neben Angst und Entsetzen angesichts der Taten, Rechtfertigungsdruck, kollektive Schuldzuweisung und in vielen Fällen auch Diskriminierung. Amloud Alamir hat den bekannten Imam Taher Sabri von der Moschee in Berlin-Neukölln befragt. Hier geht es zu ihrem Video:

Terrorangst und Terrorangst

Ausführlich haben wir über die Reaktionen muslimischer Organisationen und prominenter Muslime zu den Anschlägen berichtet und natürlich halten wir unsere Leser und Leserinnen auf dem neuesten Stand, was die Ermittlungen in Wien und die Nachwirkungen auf den Anschlag in Nizza angeht. Ein Satz, ganz am Ende des zusammenfassenden Berichts von Aora Helmzadeh bleibt da besonders in Erinnerung. Er beginnt mit der im persischen Nachrichtenjargon oft verwandten Formulierung: “In Erinnerung rufen möchten wir, dass auch an der Universität von Kabul in Afghanistan ein terroristischer Anschlag verübt wurde. 22 Menschen starben. Nennenswerte internationale Reaktionen darauf sind nicht zu vermelden.”

Hier geht es zum Text

Blick auf die Sonnenallee

Berlin-Neukölln, das ist der Ort in ganz Deutschland, in der CORONA am stärksten um sich greift. Wie reagieren die Menschen auf der Sonnenallee alias Straße der Araber. Wie halten sie es mit Maskenpflicht und Abstandhalten?
Anas Khabir hat sich umgehört. Hier sein Video:

Integration – das sind viele einzelne Geschichten

Wir reden oft davon, dass Intergration gefördert werden soll und welche Maßnahmen beschlossen und umgesetzt werden müssen. Eigentlich geht es aber um viele einzelne Menschen, die ganz persönliche Entscheidungen treffen. Warum sie so und nicht anders entscheiden, hängt von Rahmenbedingungen ab, aber auch von Zufällen und Stimmungslagen. Unsere Kolumnistin Samah Shagdari porträtiert in einer losen Serie Frauen, die ihren Weg gehen: Zwischen politischem Engagement, Migration und Familienverpflichtungen. Diesen Monat hat sie mit Nadia Najjar gesprochen, die zum Gründungsteam des Deutsch-Jemenitischen Zentrums in Berlin gehört und dem vergessenen Land so eine Stimme verleihen will. Hier geht es zum Text auf Arabisch.

Foto: Ursman Media Unsplash, Anas Khabir, Nadia Najjar, Alexandra_Koch from Pixabay

Amal, Berlin! berichtet auf Arabisch und Farsi/Dari über alles, was in Berlin wichtig ist. Gerne übersetzen wir einzelne Artikel auch ins Deutsche und stellen sie Redaktionen gegen Honorar zur Verfügung.

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