Photo: Jalal Hussaini

Verzweiflung!!!!

Sie fragen sich, was das für eine merkwürdige Fotosammlung ist, die wir diese Woche als Titelbild verwenden? Lesen Sie den Artikel von unserem Kollegen Jalal Hussaini, dann verstehen Sie das ganze Leid, das sich dahinter verbirgt.

Wie viele Exil-Afghanen ist er im engen Kontakt mit seiner Familie in Kabul und sie schickt ihm Nachrichten und Bilder per Handy. Sie sind der Ausgangspunkt seines Kommentars, den er für das Hamburger Abendblatt geschrieben hat. Der erste Satz lautet: “Das erste Bild, das ich heute Morgen von meiner Familie in Afghanistan geschickt bekam, zeigte meine Geschwister, die unser Familienalbum zerrissen. „Die Taliban sollen diese Fotos nicht in die Hände bekommen!“, so der Kommentar, den mein Vater dazu schrieb”. Hier geht es zum Text von Jalal Hussaini auf Deutsch.

Nilab Langer hat ebenfalls einen sehr persönlichen Beitrag zur Lage in ihrem Heimatland geschrieben. Unter dem Titel “Der Albtraum meiner Kindheit kehrt zurück”, beschreibt sie, was sie gerade dabei ist zu verlieren: Alles!

Auch ihren Artikel können Sie auf unserer deutschen Seite in voller Länge auf Deutsch lesen. Hier geht es zum Text.

Wenn auch Ihre Redaktion Texte zur Lage in Afghanistan aus diesem sehr persönlichen, sehr besonderen Blickwinkel haben möchte, schreiben Sie uns.

info@amalberlin.de

Weiterhin erreichen uns in diesen Tagen unendlich viele Hilferufe von Menschen, die in Afghanistan um ihr Leben fürchten und dringend auf Hilfe hoffen. Das bringt uns als Redaktion in eine sehr schwierige Lage: Wir wollen natürlich helfen, aber mehr als warme Worte können wir nicht anbieten und auch diese zu finden, ist nicht leicht.

Was wollen Sie auf solche Nachrichten antworten?

“Ich bin ein Offizier der afghanischen Armee. Ich liebe Ihr Land. Die Taliban werden mich zermalmen. Ich appelliere an Ihr gütiges Herz. Bitte helfen Sie mir!”

Wie viele Menschen Hoffnung in uns setzen, zeigt ein Blick auf die Facebook-Statistik: Die Interaktionsrate ist im Vergleich zu der ebenfalls schon sehr geschäftigen Vorwoche noch einmal um 2222 Prozent gestiegen. (In Worten: Zweitausendzweihundertzweiundzwanzig).

Hier geht es zu einem Video-Bericht von der letzten Demo zu Afghanistan in Berlin.

Auch auf den arabischen Seiten von Amal geht es natürlich in diesen Tagen viel um die Lage in Afghanistan. Da stieß besonders ein Bericht, den Ahmad Kalaji aus einem Artikel der Agentur epd übersetzt und zusammengefasst hat. Es geht um die Frage, welche Auswirkungen der Sieg der Taliban auf den Islam der Muslime in Deutschland hat. Hier geht es zum Text.

Ahmad Kalaji hat noch einen weiteren Bericht geschrieben. In diesem Fall ist ein persönliches Erlebnis Ausgangspunkt. Vor ein paar Tagen hätte es ihn auf der Sonnenallee in Neukölln fast erwischt: Nur knapp verfehlte ihn die Tür eines parkenden Autos. Er hat ein umfassendes Stück zum Thema Holländischer Griff, Pop-up-Radweg-Verkehrsregeln und allgemeine Fahrrad-Auto-Beziehungskunde verfasst. Auf Arabisch haben wir so etwas bislang noch nirgendwo gelesen. Sie? Okay, dann brauchen Sie hier nicht zu klicken.

Gute Nachrichten

gibt es auch: Wir freuen uns, dass die Nordkirche in Zukunft ein noch engerer Partner von Amal, Hamburg! sein wird. Hier gibt es die Details! Für die kommenden drei Jahre wird jeweils eine Redaktionsstelle von der Nordkirche finanziert. Vielen, herzlichen Dank!

 

Warmlaufen zur Wahl

In diesen Tagen stimmen wir unsere Leser*innen auf die heiße Phase des Wahlkampfes ein: Wir stellen Olaf Scholz, Annalena Baerbock und Armin Laschet vor. In der nächsten Woche starten wir dann unsere eigene Informationskampagne mit Info-Videos, Talkrunden und Interviews mit Politiker*innen aller Parteien. Mehr dazu im nächsten Newsletter. Bis dahin!