Photo : Abbas AlDeiri

Wir können’s auch auf Deutsch!

Haben Sie heute morgen im Deutschlandfunk Kultur das Meinungsstück von Khalid Alaboud gehört? Nein? Macht nichts! Hier können Sie es noch einmal nachhören. Es ist eine überraschende Betrachtung über die Frage, welche Rolle Facebook in der sogenannten “Facebook-Revolution” 2011 in Syrien gespielt hat und welche Rolle die Sozialen Medien bei der Restauration der Regierung Assad heute spielen. Ein Essay über syrische Sicherheitskräfte, die Aktivist*innen der Revolution filzten und die Herausgabe ihres Facebooks verlangten und darüber, wie Regimeanhänger und Revolutionäre sich in ihren jeweiligen Social Media-Blasen eingerichtet haben..

Die andere Seite von Amal

Es ist nicht der einzige Beitrag, den Amal-Redakteur*innen in den vergangenen Tagen in deutschen Medien veröffentlicht hatben. In dieser Woche geht es deshalb in unserem Newsletter einmal um die andere Seite der Arbeit von Amal. Eigentlich ist es unser Ziel, die arabischen, iranischen und afghanischen Leser*innen mit Informationen, Nachrichten und guten Texten zu versorgen, so dass sie mitreden können, wenn es um aktuelle Themen in der Debatte in Deutschland geht. Sie erfahren bei uns, wie es in der Debatte um Impfprivilegien und Pfingstlockerungen steht. Sie sind auf dem Laufenden in allen Fragen rund um die Kanzler*innenkandidatur und das neue Gutachten des Sachverständigenrates zum Thema Integration. Gut verständlich, umfassend und mit allen wichtigen Positionen. Darüber hinaus wollen wir Brücken bauen und den Blickwinkel von Amal-Redakteur*innen auch gerne einem breiteren Publikum zugänglich machen und bemühen uns, die Beiträge an deutsche Medien zu verkaufen. Nicht zuletzt deswegen schreiben wir jede Woche diesen Newsletter: Um Ihnen einen Einblick in die Diskussionen bei Amal zu geben und unsere Themen vorzustellen: Vielleicht ist ja das eine oder andere dabei, was ihre Leser*innen und Zuhörer*innen interessieren könnte. In der vergangenen Woche war dieser Teil unserer Arbeit besonders erfolgreich und deswegen stellen wir Ihnen diese Woche einmal diese andere Seite unserer Arbeit vor. Nach dem Motto:

Wir können auch anders….wir können`’s auch auf Deutsch!

Am Montag ist eine neue Ausgabe von Stimmen im Exil im Tagesspiegel erschienen. Zum Tag der Pressefreiheit schreiben dort Exiljournalist*innen über ihren Blick auf Pressefreiheit und deren Grenzen. Auf der Seite, die ein Gemeinschaftprojekt von Tagesspiegel, Körber-Stiftung und Amal, Berlin! ist schreibt Samer Masouh über die besonders gefährliche Lage für Journalist*innen in Syrien.

 

Das gefährlichste Land

Er hat den bekannten syrischen Menschenrechtler und Journalisten Ibrahim Hussein interviewt, der mit seinem Syrischen Zentrum für Pressefreiheit die Lage der Medien in Syrien und den Nachbarländern beobachtet. Hier geht es zum Text.

Grenzen gibt es auch hier

Die mangelnde Pressefreiheit in Syrien ist auch der Ausgangspunkt für den Artikel von Khalid Alaboud: Er schreibt darüber, wie in Syrien Artikel in Zeitung kommen. Er erinnert sich daran, wie er nach seiner Flucht nach Deutschland zunächst die unglaubliche Freiheit genossen hat, die Journalist*innen hier haben. Allerdings stellte er bald fest, dass es auch hier Hürden gibt. Es sind keine Verbote, keine Zensur, aber doch ein Mechanismus, der verhindert, dass bestimmte Themen in die Zeitungen kommen beziehungsweise es für mache Autor*innen besonders schwer ist, Beiträge an Redaktionen zu verkaufen. Betroffen sind Journalist*innen, die nicht gut Deutsch können. Wobei die Sprachkenntnisse jedoch nur eine von mehreren Hürden ist. Hier geht es zu seinem Text.

Die Roten Linien liegen hinter ihnen, dafür warten neue Hürden.

In ähnlicher Richtung geht auch der Video-Beitrag von Amloud Alamir. Sie hat mehrere syrische Journalistinnen interviewt, die mit ihr über Pressefreiheit und unsichtbare Hürden in den deutschen Medien sprechen.

 

 

Da ließ er seine Kamera stehen und begann, den Verwundeten zu helfen

Anas Khabir spricht nicht oft über seine Arbeit als Reporter in Syrien. Es sind krasse Erinnerungen und auch will er seine Verwandten, die noch in Syrien leben, nicht in Gefahr bringen. Er berichtete damals aus seiner Heimatstadt Idlb. Nachdem mehrere seiner Freunde und Kollegen ums Leben gekommen waren, verließ er Syrien und lebt heute in Berlin. Er gehört zum Gründungsteam von Amal, Berlin! Ebenfalls zum Tag der Pressefreiheit berichtet die Deutsche Welle über uns und Anas Khabir erzählt in dem Video über seine Erlebnisse damals in Idlib und seine Erfahrungen als Journalist in Berlin. Hier geht es zum Artikel auf der DW-Webseite. Hier zum Video.

 

Preisgekrönte Reportagen über Frauen im Exil

….stolz und glücklich sind wir auch, dass unsere Autorin Samah Shagdari, die regelmäßig für uns interessante Frauen porträtiert, die in Deutschland leben, nun mit einem Journalistinnenpreis ausgezeichnet wurde. Gerade wurde bekannt, dass sie die erste Preisträgerin des tunesischen Naguiba Hamrouny-Awards für Frauen im Journalismus ist.