Illustration: Noah Ibrahim

Herzzerreißendes Drama mit Chill des Reality Effekts

Sie finden, dass es nun wirklich reicht mit CORONA-Horror-Stories und dass sie in diesem Jahr schon eine Überdosis an dramatischen Schicksalsgeschichten aus deutschen Intensivstationen gesehen haben? Sie finden, wir sollten endlich über etwas Aufregenderes berichten, jetzt, wo man endlich wieder ausgehen, Freunde treffen und ins Strandbad kann? Das finden wir auch. Allerdings haben wir in den letzten Tagen an einem Projekt gearbeitet, auf das wir Sie doch aufmerksam machen wollen:Das Amal-Team hat die RBB-Serie Charité Intensiv – Station 43 übersetzt und mit Untertiteln versehen. Das ist ein echtes Novum. Oder sind Sie in der Mediathek der ARD oder eines anderen deutschen Senders schon einmal auf eine Serie mit arabischen Untertitel gestoßen? Wir auch nicht! Deswegen sind wir stolz auf Charité Intensiv. Auch, weil es eine extrem bewegende Serie ist. Abdolrahman Omaren und Khalid Alaboud, die die Dialoge ins Arabische übersetzt haben waren beide recht mitgenommen, als sie mit den Texten fertig waren. “Ich muss zugeben, ich habe bei der Serie geweint!”, sagt Abdolrahman Omaren. Auch Anas Khabir und Ahmad Kalaji, die sich um die Untertitelung gekümmert haben, waren von den Schicksalen der CORONA-Kranken und deren Pfleger*innen berührt. Dabei haben beide als Video-Journalisten aus Syrien schon viel gesehen.

Warum wir die Serie übersetzt haben? Die Arbeit ist Teil des Projektes CORONA_Stoppen, das wir in den vergangenen Monaten im Auftrag der Deutschlandstiftung Integration durchgeführt haben. Dabei haben wir uns immer wieder die Frage gestellt: Wie kann man Menschen dazu bewegen, sich an die CORONA-Regeln zu halten und sich impfen zu lassen? Wir finden die Serie sehr überzeugend.

Freuen Sie sich also auf spannende Unterhaltung mit viel Drama und dem extra Chill durch Reality Effekt. In den nächsten Tagen soll das Wetter ja eh nicht so toll werden. Pünktlich zum Wochenende können Sie sie in der ARD Mediathek abrufen.




 

Freiheit! Kultur! Sommer!

Endlich machen die Amal-Redaktionssitzungen wieder Spaß. Wir treffen uns zwar immernoch online, aber immerhin gibt es wieder Diskussion darüber, welche Veranstaltungen, Konzerte, Ausflugsziele wir vorstellen sollen. Endlich passiert wieder etwas! So hat Mutaz Enjila eine künstlerisch-musikalische Begegnung zwischen Afrika und dem Orient erlebt. Hier geht es zu seinem Video:

Video Mutaz Enjila
Ahmad Kalaji und Dawod Adil haben in Berlin das Festival 48-Stunden Neukölln besucht. Kunst, Kultur und Diskussion. Welcome Back, Leben!
Video Dawod Adil

Was wir noch sagen wollten…

Zwei Kommentare möchten wir Ihnen empfehlen: Aora Helmzadeh hat darüber geschrieben, was CORONA uns angetan hat: Was ist in den letzten Monaten mit unserer Seele, unserem Körper und unseren Beziehungen passiert? Welche dieser Veränderungen sind gut? Wie werden wir die anderen wieder los?

Abbas Al Deiri schreibt zum Jahrestag der UN-Flüchtlingskonvention wie sehr er das Label ablehnt, das ihm seit fast zehn Jahren anhaftet: Flüchtling.

CORONA-Blues                      Flüchtlings-Blues

Was wir noch fragen wollten….

Ihr Kommentar ist gefragt! Fußball ist ein Thema, zu dem wirklich Jeder und Jede eine Meinung hat, oder? Unsere arabischen, iranischen und afghanischen Leser*innen bitten wir heute um ihre Expert*innen-Meinung. Nach dem Motto Wir sind alle Johannes B. Kerner.

Wollen Sie auch mitmachen? Was denken Sie über das Spiel? Wer wird gewinnen? Wer schießt auf welches Tor? Wer guckt lieber Charité Intensiv?

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Damit verabschieden wir uns in die Sommerpause. Unsere Berichterstattung auf Amalberlin.de und Amalhamburg.de läuft sebstverständlich weiter. Nachrichten kennen keinen Urlaub. Diesen Newsletter allerdings erhalten Sie erst im Augsut weider in ihr Postfach. Bis dahin!  😎😎

Fotos: ARD-Mediathek, Noah Ibrahim, Kath on Pixabay, Tamas Kuzes-Katai Unsplash

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