Unsere Themen

Wer küsst bei Euch zuerst, der Mann oder die Frau?

Freitag 1. Februar 2019

Die Frage “Wer küsst bei Euch zuerst, der Mann oder die Frau?” stammt aus einem Theaterstück, das derzeit in Celle aufgeführt wird. Schauspieler und Schauspielerinnen des dortigen Schlosstheaters und geflüchtete Theaterleute stehen gemeinsam auf der Bühne. Das Stück handelt von einer jungen Frau aus Deutschland und einem jungen Mann aus Syrien. Es liegt Liebe in der Luft, aber immer kommt etwas dazwischen. Irgendwann hat die selbstbewußte Juliane genug von der Schüchternheit und Unsicherheit ihres Freundes. Mit der Frage: “Wer küsst in Syrien zuerst: Der Mann oder die Frau?” und einem ordentlichen Schupps der Freunde gelingt dann endlich der erste Kuss und das Stück steuert auf sein Happy End zu. Anas Khebir ist nach Celle gefahren und hat sich das Stück angeschaut. Hier geht es zu seinem Video.

Horizont erweitern

Moment mal: Amal, Berlin! berichtet doch über die Hauptstadt. Was macht da ein Bericht aus Celle auf der Seite? Kürzlich erst ging es um Chemnitz und Frankfurt/Oder. Tatsächlich sind wir dabei, unseren Horizont zu erweitern. Wir schicken unsere Reporter_innen regelmäßig auch in andere Teile Deutschlands. So berichtet berichtet Abbas al-Diri für uns aus der Al-Nur Moschee in Hamburg. Wie geht es der bekannten al-Nur-Gemeinde nach ihrem Umzug in die Kirche, die für sie umgebaut wurde? Was sagen die neuen Nachbarn? Hier geht es zum Bericht auf Arabisch.

Mit Kopftuch oder ohne?

Gerade ist einmal wieder das Kopftuch Streitfall vor Gericht. Das nimmt Asmaa Yousouf zum Anlass in einem ausführlichen Artikel die verschiedenen Argumente für und wider der Verschleierung zu behandeln. Sie läßt ganz unterschiedliche Frauen zu Wort kommen: Wieso haben sie sich für oder gegen das Kopftuch entschieden? Fühlen sie sich gedrängt, es zu tragen oder sehen sie sich unter Druck es abzulegen? Was bedeutet das Kopftuch für die Integration? Hier geht es zu ihrem Artikel aus Arabisch.

Kunst als Therapie für die Seele

Der Flug des Schmetterlings: So heißt das Projekt der beiden iranischen Kunstschaffenden Fatima Eyvazi und Qasim Yazdani. Sie haben selbst erlebt, was Flucht und die Suche nach einer neuen Heimat mit der Seele macht, und bieten nun offene Kunstworkshops an. Teilnehmen können Menschen mit oder ohne Fluchterfahrung. Es geht darum, zu malen, Zeit miteinander zu verbingen und eine Sprache zu finden, in der die Seele sich ausdrücken kann. Negin Behkam hat teilgenommen. Hier geht es zu ihrem Text aus Farsi/Dari.

Ich habe mein afghanisches Ich nicht mehr wiedererkannt

Yama Rahimi hat bereits in Afghanistan als Künstler gearbeitet. Er machte in Kabul provokative Performances und musste deshalb das Land verlassen. In Deutschland jobbte er zunächst und versuchte, Deutsch zu lernen. Irgendwann ertappte er sich dabei, dass er sich selber nicht mehr kannte. “Da habe ich beschlossen, wieder der aktive Yama zu werden”. Hier geht es zum Video.

Und dann entdeckte sie die chinesische Medizin

Sawsan Fariga ist in den 1990er Jahren aus dem Libanon nach Berlin gekommen. Das war eine besonders harte Zeit für Geflüchtete. Kein Aufenthalt, keine Unterstützung, keine Deutschkurse. Sie hat sich und ihre Familie mit Jobs über Wasser gehalten. Dann entdeckte sie eine Fortbildung in alternativer Medizin und heute hat sie sich mit einer Praxis für chinesische Medizin selbststänig gemacht. Amloud hat mit ihr gesprochen. Hier geht es zu ihrem Artikel auf Arabisch.

Darüberhinaus haben wir natürlich auch über alles andere Wichtige aus Berlin und dem Rest von Deutschland berichtet: Clans und Kohle, Tempolimit und Kitastreik, Berlinale-Programm und die neue Haie im Berliner Aquarium.