Unsere Themen

Ab ins Kino….

Freitag 13. April 2018

Am 11. April wurde das 9. arabische Filmfestival in Berlin eröffnet und Amal, Berlin! ist ganz offiziell Medienpartnerin. Wir berichten ausführlich über die besten Filme, die Hintergründe des Festivals und Live von den spannendsten Events. Im Fokus stehen dieses Jahr zwei besonders heikle Themen: die arabische Männlichkeit und der Umgang mit der Nakbar, der Niederlage der arabischen Armeen in Krieg 1967.

Hier geht es zum Facebook-live Interview mit dem künstlerischen Leiter von al-Film Fadi Abdelnour und zu einem Interview mit dem Vorsitzenden des Vereins al-Film Issam Haddad.

Wichtig ist uns auch, auf einen weiteren, ganz besonderen Film hinzuweisen:

Newcomers

100 intensive Gespräche, 100 emotional tiefe Berichte von Flucht und Exil hat der syrische Filmemachers Ma’an Mouslli für seinen Film aufgezeichnet. Als Amal-Reporter Khalid Alaboud das erste Mal von dem Projekt hörte, war er gespannt: Würde es gelingen, aus der Fülle des Materials einen Film zu machen? Jetzt ist das Werk fertig, Ma’an Mouslli hat die Stimmen der Vielen zu einer einzigen, dichten Erzählung verwoben. Alabouds Urteil: Der Film ist ein eindrucksvoller Beleg dafür, dass die Erfahrung von Flucht und die damit verbundenen Leiden keine Nation kennen. Sogar zwei Deutsche sind beteiligt. Der Film, der unter anderem von der Caritas finanziert wurde, kommt im Juni in die Kinos. Hier geht es zur Filmkritik auf Arabisch.

Lewetzo-Girls

Die Mädchen kennen sich aus der Notunterkunft, seit ihren ersten Tagen in Berlin. Seither singen sie zusammen. Inzwischen sind die Schülerinnen aus Syrien, Afghanistan und Irak fast schon berühmt, sie treten am Brandenburger Tor und in der Bezirksverordnetenversammlung auf, singen im Hamburg und im Kiez. Anas Khabir hat mit seiner Kamera die Levetzow-Girls und deren Dirigentin Jutta Schauer-Oldenburg besucht und berichtet, wie sie deutsche Lieder und dabei auch die deutsche Sprache gelernt haben. Sein Video finden Sie hier.

Kabul-Berlin

Ein Projekt ganz besonderer Art ist auch das Theaterstück Kabul-Berlin der Jungen Bühne Spandau. Eigentlich hatten die Jugendlichen aus Afghanistan und Berlin vor, zusammen Musik zu machen. Dann wurde doch ein Theaterstück daraus. Es handelt von Flucht und vom Ankommen in Berlin. Omid Rezaee hat es angeschaut:

50 Jahre danach – was von 1968 übrig geblieben ist

Die Studentenbewegung von 1968 und was sie in Deutschland ausgelöst hat, wird uns in diesem Jahr noch häufiger beschäftigen. Zur Einstimmung besuchten Negin Bahlam und Praktikant Ahmed Khalajji eine Demonstration der ganz besonderen Art. Am 11. April kamen auf dem Ku’damm einige Dutzend zumeist ältere Leute zusammen und gedachten dem Anschlag auf Rudi Dutschke. Unserer Leserinnen und Leser kennen sich zum Teil gut aus mit Revolten und Protestbewegungen, die Langszeitnachwirkungen von 1968 sind für viele allerdings ein neues Thema, das Erklärung und Einordnung erfordert. Hier geht es zu dem Bericht auf Persisch.

Dies ist eine Auswahl der Themen, um die es in der gerade vergangenen Woche auf Amal, Berlin! ging. Gerne übersetzen wir die Artikel für deutschsprachige Medien und stellen Sie gegen Honorar zur Verfügung. Bitte sprechen Sie uns an: info (at) amalberlin.de.