April 26, 2019

15 Minuten Privatsphäre

Es ist ein Thema, über das niemand gerne darüber spricht; zumindest nicht öffentlich. Geredet wird aber viel darüber und für manche Neuangekommene ist es sogar eines der wichtigsten Themen überhaupt. Es geht um die Liebe und ganz praktisch darum, wie Paare ihre Liebe leben können, wenn sie auf engstem Raum mit vielen anderen zusammen in einer Flüchtliungsunterkunft leben. Raghad Albunni, die selber nach ihrer Ankunft in Hamburg in einer Unterkunft lebte, schreibt über die kleinen Tricks, mit denen Paare sich mal hier 15 Minuten und mal da einen halbe Stunde Privatsphäre schaffen. Hier geht es zu dem Text auf Arabisch. Wäre das eine Reportage auch für Ihre Redaktion? Dann schicken Sie uns eine Mail an

Wir kümmern uns um die Übersetzung und stellen Ihnen den Text auf Deutsch so schnell wie möglich zur Verfügung. Übersetzerinnen und Autor freuen sich, auch weil sie sich mit dem Honorar ihr Einkommen aufbessern können. Dies gilt natürlich auch für die anderen Themen, die wir in diesem Newsletter vorstellen.

Viel Spaß beim Lesen!

Die Rückkehr der Statuen

Eigentlich berichten wir nur über Themen aus Berlin und Deutschland. Das gilt auch für unsere Kommentare. Allerdings steht das, was derzeit in Syrien passiert natürlich im Zusammenhang zu dem Leben der Syrerinnen und Syrer hier in Deutschland. So zeigt Khalid Alaboud Parallelen und Unterschiede auf: In Syrien werden in den von den Regierungstruppen zurückeroberten Städten Statuen des verstorbenen Vaters von Bashar al Assad aufgestellt. Assad wolle den Menschen so klar machen, dass er wieder das Sagen hat. Alaboud vergleicht dies mit dem deutschen  Umgang mit Diktatur und den Symbolen davon. Er erinnert an die Szene des Filmklassikers “Bye, Bye Lenin”, wo der abgeschlagene Kopf Lenins im Flugzeug abtransportiert wird. Leider, so schreibt Khalid Alaboud, seien die Köpfe der starken Männer in Syrien nicht auf dem Abflug, sondern würden im Gegenteil nun überall wieder aufgestellt. Hier geht es zum Artikel auf Arabisch.

Eine Schwalbe in Hamburg

Kennen Sie Ahmad Ali? Nein? Erstaunlich, denn Ahmad Ali ist einer der bekanntesten Hamburger; zumindest, was die ägyptische Community in der Stadt angeht. 2011 ist er zum Studium nach Deutschland gekommen und neben seiner Arbeit betreibt er die Facebook-Seite “Ägypter in Hamburg”. Hier werden Informationen über Veranstaltungen, News und Kontaktanzeigen veröffentlicht. Es gibt Diskussionen zu Themen wie Heiraten, Aufenthalt und wie mache ich in Deutschland meinen Führerschein?. Ahmad Ali hat so viele nützliche Informationen zusammengetragen und diese will er nun in einer App bereitstellen. Sie heißt “Sanounou” das bedeutet Schwalbe. “Die Schwalbe ist ein Zugvogel, der zwischen Nordafrika und Nordeuropa lebt: so wie wir”, erklärt Ahmad Ali. Asmaa Yousouf hat mit ihm gesprochen. Hier geht es zu ihrem Text auf Arabisch.

 Amal-Tandem: Khalid Fischer und Andreas Agram suchen den Superstar

Das Label Amal, Berlin!-Tandem ist inzwischen eine feste Marke geworden und die Videos, die Khalid Alaboud und Andreas Lorenz alle zwei Wochen gemeinsam produzieren, haben viele Fans. Das wollen wir den Leserinnen und Lesern von Amal, Hamburg! nicht vorenthalten. Schließlich arbeiten Amal, Berlin! und Amal, Hamburg! eng zusammen und Khalid Alabouds und Andreas Lorenzs Betrachtungen über arabische und deutsche Schlager sind ein echter Hingucker und natürlich deutsch untertitelt.

Kalligrafieren für Anfänger

Abdel Razak Shaballout ist einer der bekanntesten syrischen Künstler in Berlin. Er hat zahlreiche Ausstellungen gemacht und ist Stipendiat des Senates. Jetzt bietet er eine Serie von Workshops an: Er zeigt, Werkzeuge und Techniken klassischer arabischer Kalligrafie und beschreibt, wie er mit seiner neuen Herausforderung umgeht: Schließlich sind seine Workshops offen für alle. Unter seinen Schülerinnen und Schülern sind also auch solche, die kein Arabisch können und nicht lesen können, was sie schreiben. Ein interessantes Experiment, das sich Ahmad Kalaji angeschaut hat. Hier geht es zu seinem Video.

Foto Rolf Zöllner EPD