April 12, 2019

Party im Körber-Forum

Am 10. April ging Amal, Hamburg! Online und das haben wir ordentlich gefeiert. Es war ein rauschendes Fest mit rund 300 Gästen. Begrüßt wurden sie zunächst vom Vorstand der Körber-Stiftung Thomas Paulsen, der beschrieb, wie es zu der Gründung gekommen ist. Amal, Hamburg! ist ein Kooperationsprojekt zwischen der Evangelischen Journalistenschule ind Berlin, der Körber-Stiftung und dem Hamburger Abendblatt. Zunächst war es eine Idee. Wieso soll es Amal, eigentlich nur in Berlin geben? Es wurde ein Konzept entwickelt, weitere Geldgeber gesucht, die gemeinsam mit der Körber-Stiftung und der EKD das Projekt finanzieren und Partner gewonnen. Besonders wichtig für Amal in Hamburg ist die Zusammenarbeit mit dem Hamburger Abendblatt.

Der Hamburger Kultursenator Carsten Brosda eröffnete die Veranstaltung mit Überlegungen zum Thema Kommunikation und wieso es wichtig ist, dass alle Bürgerinnen und Bürger sich über die Geschehnisse in ihrer Umgebung informieren können: Schließlich geht es ums Zusammenleben und darum, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Gute Wünsche zum Start

Auf einem Podium kamen dann die Kooperationspartner von Amal, Hamburg! zusammen: die Hamburger Bischöfin Kirsten Fehrs, Sven Tetzlaff, Leiter des Bereichs Demokratie, Engagement, Zusammenhalt in der Körber-Stiftung und der Chefredakteur des Hamburger Abendblatts Lars Haider sprachen über ihre Motive und Ziele: Warum unterstützen sie Amal, Hamburg!?

Wer sind die drei von Amal, Hamburg?

Gemeinsam mit ihnen standen die drei Redakteure von Amal, Hamburg! auf der Bühne: Nilab Langar berichtete von ihrer Arbeit als Journalistin in Afghanistan und betonte, dass sie froh sei, nun in Hamburg auch wieder als Journalistin zu arbeiten. Ahmad Alrifaee aus Syrien erklärte die Strategie von Amal. Hamburg!, Leser und Leserinnen über soziale Medien zu erreichen und Omid Reazaee aus dem Iran erklärte, welche Themen die Redaktion behandeln werde. Hier geht es zum Video, in dem die drei genauer vorgestellt werden.

Ungewöhnliche Veranstaltung

Es war eine ungewöhnliche Veranstaltung. Ungewöhnlich für die Körber-Stiftung, denn im Körber-Forum finden sonst vorallem Vortragsveranstaltungen statt, zu denen sich die Gäste anmelden und dann auf bereitgestellten Stühlen Platz nehmen. Da für den Launch von Amal, Hamburg! vor allem über soziale Medien eingeladen wurde und es sich um ein eher junges Publikum handelte, gab es keine Stühle, dafür aber Hocker und Stehtische. Ungewöhnlich auch, dass zwischen den drei Amal-Sprachen simultan übersetzt wurde. Ungewöhnlich war die Veranstaltung aber auch für das Amal-Team. Normalerweise geht es bei Podiumsdiskussionen, zu denen Amal-Redakteure und Redakteurinnen eingeladen sind, um Fragen wie Exiljournalismus, Meinungsfreiheit und Integration. Für den Launch wurde ein neues Thema gewählt: Sport.  Welche Rolle kann der Sport bei der Integration spielen? Fördert Fussball den Zusammenhalt in der Gesellschaft oder stört er diesen eher? Schließlich ist Fussball eine ziemlich nationalstische Angelegenheit. Zur Einstimmung wurde das Video von Anas Khabir und Dawod Adil gezeigt. Hier geht es zu der Umfrage unter Neuangekommen zum Thema Fussball in Hamburg.

Sport. Sport? Sport!

Anschließend diskutierte Omid Rezaee mit prominenten Gästen: der deutsch-afghanischen Nationalfußballerin Shabnam Ruhin, Ewald Lienen vom FC St. Pauli, der Leiter des Beachsoccer-Teams des HSV Mohammad Marfavi.

 

Mit Musik und einem Buffet ging der Abend zu Ende.

 

Fotos: Körber-Stiftung/ Claudia Höhne