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Neues Jahr – neues Glück

Montag 8. Januar 2018

Die Demonstrationen im Iran sind auch bei Amal, Berlin! ein großes Thema in diesen Tagen. Negin Behkam kommentiert das Verhältnis zwischen der Grünen Bewegung vor acht Jahren und den Protesten heute. Die Slogans und die Forderungen haben sich geändert, sagt sie. Aber was jetzt geschieht, ist eine Folge des Widerstands von damals.

Amloud Alamir hat die Demonstrationen aus syrischer Perspektive analysiert. Viele Syrer glauben, dass was im Iran passiert dem arabischen Frühling ähnelt. Die Leute haben genug vom Regime, das unter anderem viele Ressourcen in den Krieg in Syrien investiert – obwohl rund die Hälfte der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze lebt und dieses Geld dringend im Land benötigt wird, um die sozialen Probleme zu mindern.

2017 ist vorbei – was hat das Jahr den Menschen gebracht, die aus Syrien nach Deutschland gekommen sind? Anas Khabir hat sich in Neukölln umgehört. Die Antworten waren so bunt und berührend wie das Jahr selbst.

Alle Jahre wieder verbringen alte Menschen in Deutschland die Feiertage allein – und die Einsamkeit wird dann besonders schmerzhaft. Doch diesmal war etwas anders: Elke Schilling hat zusammen mit anderen Engagierten ein Sorgentelefon geschaltet, wo alte Menschen rund um die Uhr ein offenes Ohr fanden. Bald soll das Telefon vom Silbernetz auch außerhalb der Feiertage besetzt sein. Asmaa Yousuf hat die Initiatorinnen besucht und ihre Geschichte aufgeschrieben.

Korruption ist das Thema im Kommentar von Samer Masouh. In Syrien war dieses Phänomen allgegenwärtig, schreibt er. Aber auch in Deutschland fließen Gelder, wo sie nicht fließen sollten. Zum Beispiel zahlen manche Neuberliner große Summen an Makler, um an eine Wohnung zu kommen. Allerdings gibt es einen großen Unterschied: Es sind eher einzelne Fälle, nicht Ausdruck einer Kultur der Korruption.

Das Willkommenszentrum an der Potsdamer Straße war ursprünglich vor allem für Besucher gedacht. Inzwischen finden hier viele Neuberliner eine kompetente Anlaufstelle. Jahan Ahmadi hat sich dort umgeschaut.

Arbeit ist für Geflüchtete immer noch schwer zu finden. Vor allem in der Provinz. Unsere freie Mitarbeiterin Nastaran Nawras hat einen Pendler begleitet, der jeden Tag von Forst in der Lausitz nach Berlin fährt. Kein Einzelfall.